Keine Ausreden finden- Get shit done

Menschen lieben die Routine. Die Routine, Ziele nicht zu erreichen, sollten wir schnell abstellen. Sind wir uns dessen bewusst gibt es Lösungen und Maßnahmen (z.B. Commitment ggü. einem Bekannten, Freund oder Kollegen), die wir ergreifen können. Es ist die eigene Bequemlichkeit, diese Routine zu verlassen. Wir übernehmen gerne die Opferrolle und schieben Nicht-Erreichtes auf Andere oder äußere Umstände, die wir nicht beeinflussen können. Immer wieder stelle auch ich fest, dass ich mir Dinge vornehme, die ich nicht erreiche. Das kann passieren und ist an für sich nichts Ungewöhnliches. Was allerdings wirklich ärgerlich ist, wenn man die Schuld auf andere abwälzt und selber nicht die Verantwortung übernimmt. Ich möchte hier in dem kurzen Gedankengang nicht darüber schreiben, wie man Ziele erreicht, sondern, warum nur die Zielerreichung zählt. Zuvor sollte die Erkenntnis gereift sein, dass ich mich nicht auf Aufgaben beziehe, sondern auf Ziele. Das ist ein ziemlich großer Unterschied.

Es interessiert niemanden warum du etwas nicht erreicht hast

Es gibt nichts Schlimmeres als Ausreden für Nicht-Erreichte Ziele. Es mag immer Gründe geben (keine Zeit, keine Lust, die Sonne hat geschienen, es hat geregnet usw), letztlich ist das für einen Selber und auch für den Kollegen völlig irrelevant. Wenn du ein Ziel nicht erreichst, dann willst du es auch nicht erreichen. Entweder du streichst es oder du setzt es um.

Selbstschutz ist keine Ausrede

Ausreden oder Gründe für ein Nicht-Erreichen basieren fast immer darauf, dass man sich selbst der Verantwortung entzieht. Ziele sollten also immer so gestellt sein, dass ich Sie auch erreichen kann. Dinge die ich nicht beeinflussen kann, sollten ausgeblendet werden, sondern der volle Fokus darauf gesteckt sein, dass es in meiner Macht liegt, das Ziel zu erreichen. Der griechische Philosoph Epiktet sagt:

„Der Weg zum Glück besteht darin, sich um nichts zu sorgen, was sich unserem Einfluß entzieht.“

Warum Ziele setzen, wenn man Sie sowieso nicht erreicht

Setzt man sich jede Woche 5 Ziele von denen man sowieso nur eines erreicht, sollte man darüber nachdenken, sich weniger Ziele zu setzen und diese dann auch zu erreichen. Das erhöht die Motivation. Aber Woche für Woche Ziele zu setzen, die man sowieso nicht erreicht ist ziemliche Zeitverschwendung und macht wenig Sinn. Planung ohne Umsetzung ist sinnlos. Das hat schon Epiktet festgestellt:

„Der erste und notwendigste Bereich der Philosophie umfaßt die Anwendung ihrer Lehren.“

Manchmal ist auch der Weg das Ziel

Ein Ziel kann verfehlt werden, gerade wenn es ein quantitatives Ziel ist. Wer in einer Woche 100 neue Newsletter-Abonnementen gewinnen will und nur 80 erreicht, hat sein Ziel zwar nicht erreicht, jedoch hat er alles in seiner Macht stehende getan um das gesetzte Ziel zu erreichen, so ist das „Scheitern“ konstruktiv. Das Ziel zu verfehlen würde m.E. bedeuten, dass man die entsprechenden Maßnahmen gar nicht angestossen hat.

Was du aus Nicht-Erreichten Zielen lernen kannst

  • Ziele so zu definieren, dass man Sie auch erreichen kann (#SMART´e Ziele) und selbst die komplette Verantwortung übernehmen.
  • Bessere Fokussierung und Priorisierung (nicht nur alleine sondern unter Einbeziehung von allen beteiligten Kollegen)
  • Wo liegen die eigenen Stärken und Schwächen? Wenn ich bestimmte Ziele nie erreiche, scheint hier ein Defizit vorzuliegen, was ich durch Entwicklung eigener Fähigkeiten verringern kann oder durch Outsourcing kompensieren kann
  • Will ich das Ziel wirklich erreichen? Um die eigenen Motivation zu überprüfen, sollte ich mir die Frage stellen, warum ich das Ziel erreichen möchte

Von | 2018-05-31T16:25:02+02:00 16. April 2018|Persönlichkeitsentwicklung|

Über den Autor:

Dr. Hubertus Porschen ist Geschäftsführer der App-Arena GmbH. Er war zudem Vorsitzender des Verbandes der Jungen Unternehmer (Die Familienunternehmer). Des Weiteren doziert er auf Konferenzen und Tagungen zu Themen rund ums Social Web, Digitalisierung und Innovationsthemen.

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