Es bleibt für uns überraschend, daß nahezu ein Jahrhundert seit Erscheinen der Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung  (Schumpeter 1911/2006) die Basishypothese Schumpeters nahezu ignoriert bleibt. Dies ist nicht (nur) eine Angelegenheit mangelnder Sprachfähigkeit und theoretischer Arroganz anglosächsischer Ökonomen, wie das Zitat aus Schumpeter (1934, S. 68) zeigt: „Generally, the carrying out of  new combinations means simply a different employment of the economic system’s existing supplies of productive means.“  Ansätze, die versuchen, Entwicklung („Wachstum“) durch eine  Vermehrung der Ressourcenausstattung zu erzeugen, also der Mainstream in Wissenschaft und Politik, bezeichnen wir als Inputlogik. Eine Quelle der Inputlogik, die Wachstum des Output aus der Vermehrung (Akkumulation) von Produktionsfaktoren (Ressourcen) herleitet, ist die ökonomische Klassik.

Wenn man Neukombination (Innovation) und selbstevolutive Faktoren ausschließt oder nicht kennt, im klassischen Denken durchaus nachvollziehbar, stand die erste industrielle Revolution doch gerade an ihrem  Beginn und  der erste Kondratieff (Lange Welle) war zur Zeit von Adam Smith (1723-1790)  noch nicht existent. Für Schumpeter ist Akkumulation ohne Innovation „Statik“, „analoge  Tendenz“. „ Aber während die analoge Tendenz in der statischen Wirtschaft deren treibende Kraft ist, ist diese Tendenz nicht die treibende Kraft der Entwicklung. Wäre sie es, so wären wir jetzt noch auf dem Niveau der Pfahlbauten und vielleicht nicht einmal so weit“ (Schumpeter, 1911/2006, S. 124). Ist die Politik in westlichen reifen Industriegesellschaften (etwa Westeuropa) „pfahlbauten“-orientiert, wenn man in einem Jahrhundert auf diese Nationen zurückblickt – im Vergleich etwa zu ostasiatischen Ökonomien. .

Wie also Wachstum  (Entwicklung) erklären?

„Der Leser sieht,  antwortet Schumpeter (1911/2006, S. 162), worauf ich hinaus will: Wie die Durchsetzung neuer Kombination[Innovation] Form und Inhalt der Entwicklung ist, so ist das Tun des Führers [Unternehmers] ihre treibende Kraft. Wären alle Wirtschaftssubjekte gleich weitblickend und energisch, so müßte unser Bild der Wirtschaft natürlich anders aus­fallen. Aber es ist nicht so, und wir meinen, daß hier graduelle Unterschiede der Persönlichkeiten, die für die einfache Logik der Wirtschaft prinzipiell irrelevant sind, zu wesentlichen Erklärungsmomenten des Geschehens werden.“

Anders gesagt: der „passive Wirt“ braucht den Input um sein Unternehmen und die Wirtschaft zu wachsen, der „Unternehmer“ kombiniert neu. Der Arbitrageur hängt zwischen beiden: er macht die Wirtschaft „passiv“, in dem er Bewertungsunterschiede wegkonkurriert, aber,  und problematischer: in dem er das  Innovationsgeschehen, seinen eigentlichen Überlebensspender, verringert. Den evolutorischen Unternehmer hat Schumpeter nur indirekt im Blick, und es ist hier, wo Daoismus und andere Weisheitstraditionen des Ostens ihr Feld sehen: Persönlichkeitsentwicklung oder Selbstevolution – ein Kernthema in demographisch alternden Gesellschaften jenseits inputlogischer Konstruktionen (Röpke, 2017).

Zum Verständnisse der sozialen Struktur der kapitalistischen Wirtschaftsform ist es wesentlich, sich darüber klar zu sein, daß alle die sozialen Positionen, die die kapitalistische Entwicklung in unserm  Sinne den Unternehmern anweist, auf persönlichen Leistungen beruhen. Sie beruhen nicht notwendig auf Arbeit im engsten und technischen Sinne. Aber sie beruhen auch nicht darauf, daß ein auch sonst vorhandenes Produktionsmittel okkupiert worden wäre. Der Unternehmer setzt seine Persönlichkeit ein und nichts andres als seine Persönlichkeit. Seine Stellung als Unternehmer ist an seine Leistung geknüpft und überlebt seine Tatkraft nicht. Sie ist essentiell nur temporär, namentlich auch nicht vererbbar: Die soziale Stellung entgleitet dem Nachfolger, der mit der Beute nicht auch die Klaue des Löwen geerbt hat. Der Betrieb, die darin vorhandenen Güter, sind nur eine tote Hülle der treibenden Kraft (Schumpeter, 1911/2006, S. 529; unsere Hervorhebungen).

Woher kommt die „Persönlichkeit“? Wie ist sie erzeugt? Läßt sie sich fortentwickeln? Selbst in höherem Alter?

Die wissenschaftliche Herausforderung ist somit ähnlich der, für die erst Charles Darwin eine Antwort findet. Am einfachsten, naheliegendsten ist es auf Akkumulation und deren Träger und Ermöglicher zu setzen: Unternehmer als „Kapitalisten“, Arbeitskräfte, Boden, Institutionen und Rechte – und der Staat. Bis heute gelten diese als die Wachstumsträger in den Modellen der Ökonomie, Schumpeter lehnt es durchgängig ab (siehe obige Zitate). Der theoretische Hintergrund ist die ökonomische Klassik einschließlich Marxismus. Wachstumlogisch schließt sich der Neoliberalismus dieser Sichtweise an. Da systemendogene Faktoren theoretisch ausgeblendet sind (auch in der sog. endogenen Wachstumstheorie), setzt man folgerichtig auf „Input“, von außen zufließende Wertschöpfer, ergänzt, ob ihres abnehmenden Potentials, um residuale Wertschöpfer (technischer Fortschritt), deren Wirken jedoch gleichfalls unerklärt bleibt, und welchen man den naheliegenden Namen „Manna vom Himmel“ gab. Die theoretische Antwort ist ganz ähnlich der, welche auf die Evolution der Menschen, des Lebens insgesamt, gegeben wurde, die auch heute wieder Anhänger gewinnt (Kreationismus, an welchen 38 Prozent der US-Amerikaner und die Mehrheit ihrer  Abgeordneten inklusive ehemaliger Präsidenten glauben): die Intervention einer systemfremden Macht, einer „unsichtbaren Hand“ (in einer Interpretation), Gott.  Man könnte daher von einem religiösen Charakter von Teilen der modernen Ökonomie sprechen, zumindest bei Adam Smith, als ihrem  „Vater“.  Eine genauere Analyse dieser Punkte, an anderer Stelle erfolgt, hätte die Grenzen der „Systeme“, in welche  Inputs sich einbringen, genauer darzulegen. Was wir sagen bedeutet  zudem nicht, Inputs spielten keine Rolle, schon gar nicht, daß sie nicht existieren. Was gesagt wird: ihre Neukombination treibt Entwicklung (die dann auch die Akkumulation von Ressourcen ermöglicht), nicht ihre vorausgehende oder  zeitparallele Vermehrung. Schwächelt die Innovationsleistung, setzen die dafür Verantwortlichen in Wirtschaft, Poliktik, Medien, Wissenschaft auf Inputvermehrung „Bildung“), im Hinblick auf Arbeitskraft zunehmend auf den Import  oder die Zuwanderung von Humankapital.

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Wirklichkeit ist immer  eine (theoretisch usw.) konstruierte. Das gilt auch für den Zusammenhang zwischen Demografie und Entwicklung. Jeder Experte  kennt nur seine Welt. George Orwell, der einen Staat beschreibt, den wir gegenwärtig emergieren lassen:

„To see what is in front of one’s nose needs a constant struggle.“ – George Orwell

Eine weiteres relevantes Zitat von Orwell: “At any given moment there is an orthodoxy, a body of ideas of which it is assumed that all right-thinking people will accept without question. It is not exactly forbidden to say this, that or the other, but it is „not done“ to say it… Anyone who challenges the prevailing orthodoxy finds himself silenced with surprising effectiveness. A genuinely unfashionable opinion is almost never given a fair hearing, either in the popular press or in the high-brow periodicals“. — George Orwell, 1945, Introduction to ‚Animal Farm.‘

Man fragt zurecht, wie können Menschen in höheren Altersgruppen noch innovieren. Wie können sie jenseits ihrer selbstgestalteten unternehmrischen Handeln, Innovation eingeschlossen, Neukombinationen in einer demographisch alternden Gesellschaft bewirken?

Die erste Frage steht im Mittelunkt unserer Überlegungen. Die zweite ist jedoch aufs engste mit ihr verknüpft.

Nehmen wir – gedanklich – medizinische oder gesundheitliche Innovationen, seien sie inkrementell oder radikal-disruptiv, aus unseren Überlegungen heraus. Beispiel Demenz (für andere Krankheitsbilder – Krebs, Herz/Schlaganfall, Diabetis,Gebrechlichkeit, usf. –  gilt das Gleiche). Bis zum Jahr 2040, prognostiziert die Wissenschaft, steigt die Anzahl Demenzkranker um das Dreifache, auf 81 Millionen Menschen weltweit.[1] Wir können sie ihrem Schicksal überlassen, wir können sie mit den bekannten Methoden behandeln, was viel Geld kostet  und wenig bringt. Wir können sie Pflegediensten überantworten und damit, wenn wir die gegenwärtige Praxis fortschrieben, ihnen das verweigern, was wir anderswo einklagen: Menschenrechte. Wir können Menschen mit 60 oder 65 in den Ruhestand entlassen, damit Humankapital vernichten und kognitive Armut und Altersverwirrtheit fördern. Wir könnten  aber auch versuchen, neue  Behandlungsmethoden zu entwickeln, Methoden also, die bisher noch nicht existieren bzw. in der Praxis noch nicht angewendet sind – und Menschen das Recht und Arbeitgeber den Anreiz geben, als Mitarbeiter länger arbeiten zu können. Faktisch wird sich eine Kombination aller genannten  gesundheitspolitischen Alternativen durchsetzen. Das heißt aber auch: auf die Innovationsdividende zu verzichten käme medizinisch bzw. gesundheitsökonomisch  einer Gesellschaft teuer zu stehen.

Neukombination des Gesundheitssektors

Wenn eine Gesellschaft demgegenüber ihren Gesundheitssektor neukombiniert, ereignet sich ein Mehrfaches:

  • Neues Wissen und neue Behandlungsmethoden entstehen.
  • Eine wirksamere Bekämpfung (Behandlung und/oder Heilung) von Krankheiten, vielleicht, aber nicht notwendig verbunden mit einer Senkung der Behandlungskosten,  diffundiert in der Gesellschaft.
  • Neue Wertschöpfungsströme emergieren. Die Innovation erzeugt die Werte, welche die Behandlung kranker Menschen wirtschaftlich tragbar macht. Und bereits Jahre vor der Durchsetzung der Neukombination entstehen „Zukunftswerte“ (Schumpeter, 1911), welche Wohlstand erzeugen – während Vergangenheitswerte, welche Wohlstand vielleicht, im günstigen Fall, zu erhalten vermögen, ihre Entwicklungsdynamik jedoch einbüßen.[2] Im Vergleich zur Situation Nicht-Innovation stellt sich die Gesellschaft – auch wenn die Behandlungskosten steigen sollten – ökonomisch dennoch besser [3](Münchhausenwirkung gekoppelt an ein innovationslogisches Saysches Theorem).[4]
  • Alte Menschen leben nicht nur länger gesund. Die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden führt wahrscheinlich dazu, daß die Menschen biologisch weniger rasch altern, der Alternsprozeß aufgehalten wird. Autoren wie Aubrey de Grey (siehe de Grey, Niemals alt. So läßt sich das Altern umkehren, 2010) sogar eine biologische Unsterblichkeit nicht aus Verjüngung sich nicht ausschließen lässt. schließen sogar (siehe de Grey,  Niemals alt. So läßt sich das Altern umkehren, 2010; die Methuselay Foundation widmet sich der lebenspraktischen Umsetzung). Die gesunde Lebenssspanne weitet sich aus, Anti-Aging somit.
  • Mit dem Alter steigt ceteris paribus der Schaden, den Menschen sich ihrer Gesundheit zufügen.[5] Der Reparaturbedarf steigt. Die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen steigt. Nachfrage erzeugt Angebot an Routine- und Innovationsleistungen. Die Verlängerung des Lebens erzeugt eine überproportionale Nachfrage nach Gesundheitsgütern. Wenn Gesundheit ein superiores Gut ist,[6] bewirkt eine Ausweitung der Lebensspanne einen weiteren Nachfrageschub.
  • Die inputlogischen Grenzen des Wachstums in alten Gesellschaften werden durch Innovation herausgeschoben. Auch wenn die Bevölkerung insgesamt schrumpft (Reproduktionsrate kleiner als 2.1 Kinder pro Frau), bewirkt die Gesunderhaltung/Verjüngung von Menschen eine Zunahme des Arbeitsinputs, wenn Arbeit vernichtende  Anreize durch das Politiksystem  nicht Mehrarbeit erschweren.[7]

Zwischenergebnis

Wenn wir die Bedingungen und Vermutungen 1-6 zugrunde legen, lösen sich theoretisch und handlungspraktisch die vorherrschenden Befürchtungen zum demographischen Wandel in post-industriellen  Gesellschaften  auf.

Die obigen Überlegungen sind ausführlicher dargelegt in Röpke, Der biologische Unternehmer (2015) und Röpke, Lebenslanges Unternehmertum. Arbeiten im Zeitalter der Langlebigkeit (2017)

[1] Future Pundit, 17. Dezember 2005: Total world dementia seen tripling by 2040. Der Bericht bezieht sich auf eine Veröffentlichung in der  britischen Medizinzeitschrift  The Lancet.

[2] Einen Hinweis darauf bietet die Marktkapitalisierung von Unternehmen der Bio- und Nanotechnologie, teilweise in mehrfachen Milliardenbereichen – obwohl sie noch keine Gewinne erzielen und wenig verkaufen. Die Monetarisierung von Zukunftswerten zeigt sich primär in neuen Unternehmen, zum einen, weil sie radikaler operieren, zum anderen, weil die zukünftigen Wertschöpfungsströme nicht durch bestehende Produktlinien quer-monetarisiert sind. Neue Unternehmen sind für Schumpeter (1911/2006, S. 170)   eine  „Verkörperung von Zukunftswerten, … (als) die Schatten kommender Ereignisse, die Vorboten der unmittelbaren wirtschaftlichen Zukunft“ (Schumpeter, 1911/2006, S. 170). Arbeitsplatz – und Wertschöpfungsentwicklung zeigen uns Ähnliches wie die Marktkapitalisierung. Google, 5. Kondratieff,  expandiert, stellt ein, hat eine junge Belegschaft, Gewinne explodieren, Marktkapitalisierung gleichfalls. Die Anzahl der Beschäftigten hat sich in vier Jahren versiebenfacht. Man vergleiche mit Eisenbahngesellschaften oder Automobilfirmen. General Motors, vierter Kondratieff, Umsatz stagnierte für viele Jahre, Mitarbeiterschaft rückläufig, Marktkapitalisierung rückläufig,  im Jahr 2005 rund 10,4 Mrd. Verlust, 2. Mrd. $ im Jahr  2006.  Dann der Altersschock: Anzahl der Arbeiter 354577 im Jahr 1964, 36381 im Ruhestand; 2006: 80 758 Arbeiter, 357 00 im Ruhestand (Cypel, 2007).

[3] Dies ist gut belegt. Vergleiche  auch die Schätzungen von Murphy und Topel (2006, 2007) zum „sozialen Wert“ und den Nutzenströmen medizinischer Neuerungen und ihrer Diffusion. Basisinnovative Therapien auf bio- und nanotechnologischer Grundlage sind in diesen Überlegungen noch nicht integriert, wir würden sie daher als konservativ  einschätzen.

[4] Das Saysche Theorem/Gesetz steht für die Auffassung des klassischen Liberalismus, Märkte tendierten tendenziell zu einem gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht. Es ist nach Jean Baptiste Say (1767-1832) benannt. Jedes zusätzliche Angebot, behauptet der französische Nationalökonom, entfache zugleich Nachfrage, so daß es niemals zu einer allgemeinen Verstopfung der Absatzwege kommen könne. Warum? Jedes zusätzliche Angebot schafft zusätzliche Nachfrage: Während des Produktionsprozesses wird Nachfrage entfaltet: nach Arbeitsleistungen (Löhne), Maschinen (Erlöse für die entsprechenden Produzenten), Rohstoffen (Zahlungen für die Produzenten) Grund und Boden (Erlöse bzw. Renten), Geldkapital (Zinsen), heute zunehmend nach Wissen (nach Wissenschaft somit)   und deren Produzenten. Natürlich kann ein Unternehmer nicht dadurch die Nachfrage für sein Produkt schaffen (dazu braucht es einer Bedürfniskreation und auf bestehenden Märkten des Marketing), aber alle Produzenten zusammen leisten sich wechselseitig einen altruistischen Dienst der Nachfrageschaffung. In einer innovationslosen Routinewirtschaft bestimmen  die Nachfrager, was und wieviel die Produzenten erzeugen. Die Bedürfnisse sind gegeben. In einem homöo-dynamischen Innovationssystem liegen die Verhältnisse komplizierter. Die Beziehung dreht sich um. Angebot bzw. Anbieter schaffen sich ihre eigene Nachfrage auf den Güter- und Faktormärkten. Nahezu münchhausengleich. Wie? (1) Durch Schaffung von Kaufkraft für die Nachfrager; (2) durch Schaffung und Mitgestaltung der Bedürfnisse, für die von ihnen angebotenen Güter und Dienstleistungen im gesamten Spektrum der Bedürfnisse (Überleben, Haben, Evolution).  Wir können  hier somit von  einem dynamisierten Sayschen Theorem sprechen.

[5] Die Bedingung der sonst gleichen Umstände (ceteris paribus) ist von großer Bedeutung. Sie läßt sich zunehmend in Frage stellen.

[6] Mit steigendem Einkommen wächst die Nachfrage überproportional. Bei Gesundheitsgütern können wir von dieser Superiorität ausgehen. Sowohl die historischen Trends (zunehmender Anteil von Gesundheitsausgaben am Bruttosozialprodukt)  wie einzelwirtschaftliche Überlegungen belegen diese Vermutung

[7] Eine Familienpolitik zur Steigerung der Geburtenziffer ist ein weiterer inputlogischer Aktionsparameter zur Stabilisierung der Bevölkerungszahl und zum langfristigen Erhalt der Arbeitsmenge. Ob eine  Mehrproduktion von Incentive-Kindern politisch machbar ist, sei dahingestellt. Wir sind hier  theoretische und empirische Skeptiker. Man mag  Diana Auth u. a. (2007) folgen, welche die einzige Wirkung staatlicher Familienpolitik darin sehen, daß Paare ihren Kinderwunsch früher verwirklichen als sonst geplant. Mehr Kinder werden nicht geboren. Der Trend zu einer sinkenden Geburtenziffer ließe  sich unseres Erachtens nur entwicklungsendogen umkehren. Wer mehr Kinder haben will, soll Menschen importieren, die noch  auf einem memetischem Niveau leben, in der eine hohe Kinderzahl entwicklungsendogen gefordert und gewünscht ist. Ein steigender Lebensstandard oder ein höheres Prokopfeinkommen läßt sich dadurch nicht erzielen. Die sozialen Kosten der Eingliederung und Selbst-Evolution von Zuwanderern aus Dritt- und Viertweltländern sind  zudem beachtlich, unterliegen jedoch vielfältigen multikulturellen und politik-ethischen Diskussionsvorbehalten.

 

Ein Kommentar

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