Silicon Germany ist der Nachfolger des Bestsellers von Christoph Keese „Silicon Valley“.

Die Thematik ist relativ ähnlich der Thematik in Silicon Valley. Themen, wie bspw.:

  • Warum Deutschland bei der digitalen Transformation versagt,
  • warum deutsche Unternehmen nicht kundenzentriert denken,
  • warum wir keine agilen Methoden anwenden oder
  • warum deutsche Ingenieurskunst nicht ausreicht um in einer globalisierten, digitalisierten Wirtschaft zu überstehen,

werden in den Vordergrund gestellt.

In seinem Buch zeigt Keese, wo die Schwachstellen zu suchen sind und liefert Ansätze zur Behebung dieser. Immer wieder thematisiert er, wie Deutschland im Zuge der allgegenwärtigen Digitalisierung und des unaufhaltsamen Fortschritts doch noch der digitalen Provinz entkommen kann und den internationalen Rückstand aufholen kann. Denn hierin sieht er die größte Gefahr: Das Deutschland zum Technikmuseum degradiert wird.

Zu viele Ähnlichkeiten gibt es allerdings zum Vorgänger Silicon Valley. Werden doch teilweise ganze Passagen zumindest gefühlt widerholt. Die Problemanalyse ist klar. Allerdings fehlt der neue Ansatz zur Lösung.

Was ist der German Way?

Ist es wirklich der richtige Weg, möglichst viel zu kopieren? Muss Deutschland nicht seinen eigenen Weg gehen? Liegt der Schlüssel nicht hauptsächlich im Bildungssystem und nicht bei den Unternehmen? Deutsche Acceleratoren reichen nicht. Konzerne, die in Startups investieren sind nicht das Allheilmittel! Und den „deutschen Ingenieur“ mit seinem Perfektionswahn zu stigmatisieren, ist nicht der Grund für mangelnde Innovationsfähgkeit.

Wie schaffen wir es in Deutschland, die exzellenten Stärken des Mittelstandes zu nutzen, und daraus ein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell „Germany 2.0“ zu entwickeln? Welche Rolle spielen die teilweise herausragenden deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen? Ähnlich dem MP3 Format gibt es viele Erfindungen, die in Deutschland gemacht werden, aber woanders vermarktet werden! Wie schaffen wir es, den Knowing-Doing Gap zu überwinden? Wie locken wir qualifizierte Fachkräfte in ein Land, das tolle Voraussetzungen hat? Warum liegt in der Reindustrialisierung der deutschen Wirtschaft eine Chance, die wir aber nur ergreifen können, wenn wir die Digitalisierung meistern?

Diese und andere Fragen bleiben komplett unbeantwortet. Bleibt zu hoffen, dass es auf dem deutschen Buchmarkt bald auch etwas mehr Mut gibt!

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