Dr. Hubertus Porschen

| Keynote-Speaker | Gründer & Unternehmer

| Experte Digitalisierung, Social-Media & Unternehmertum

| Juror beim "Digital Champions Award" der Wirtschaftswoche

| ehem. Bundesvorsitzender des Verbands "Die Jungen Unternehmer"

Hinter den drei Kiefern von Louise Penny

In Kanada ist die Krimireihe um Louise Penny ein absoluter Bestseller. „Hinter den drei Kiefern“ ist Nummer 13 der Reihe. Und das merkt der Leser ganz schnell daran, dass es eine ganze Reihe von Charakteren gibt, die man nicht kennt. Nicht ganz einfach, zuzuordnen, wer wer ist. Überhaupt ist das Hinter den drei Kiefern keine „leichte Kost“.

Das liegt auch an den zwei Handlungssträngen, die zunächst komplett unabhängig voneinander verlaufen und an der Erzählweise, die teilweise in der Gegenwart stattfindet und teilweise retrospektiv ist. Der rote Faden ist eine Gerichtsverhandlung.

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Handlungsstrang 1: Three Pines

Three Pines ist ein Dorf in den Wäldern Kanadas, nur eine Stunde von Montreal entfernt, an der Grenze zu den USA. Idylle pur: Nette Menschen, gemütliche Restaurants und eine wunderbare Herbstathmosphäre. Mit einem Mal ist die Idylle vorbei. Auf dem Dorfplatz steht eine unheimlich verkleidete Stadt. Wie sich später herausstellt handelt es sich um einen Cobrador del Frac – einen Kassierer im Frack.

Der Cobrador del Frac

Bekannt ist der Schuldeneintreiber aus dem Mittelalter, sein Revival hat er in der Finanzkrise 2008 in Spanien erlebt. Im Gegensatz zu „Moskau Inkasso“ ist seine Methode weniger körperlich sondern vielmehr mental ausgelegt. Es geht darum, den Schuldner zu demütigen, Ihn bloßzustellen. Durch blosse Anwesenheit. Vor dem Restaurant, während der Arbeit, am Wochenende zu Hause. Die Erfolgsquote soll relativ hoch sein.

Jedenfalls verschwindet der Schuldeneintreiber nach 2 Tagen, dafür taucht eine Leiche auf. Ist sie der Cobrador oder vielleicht sogar der Schuldner, der seiner Strafe zugeführt wurde?

Der im Dorf beheimatete Kommissar Gamache ermittelt, ist aber nicht ganz bei der Sache, denn er hat einen wesentlich größeren Fall zu lösen.

Handlungsstrang Nummer 2: Das Kartell

Der zweite Handlungsstrang beinhaltet den Kampf gegen das zumeist unsichtbare und wenig greifbar erscheinende Drogenkartell. Inspektor Gamache täuscht über eine lange Zeit Untätigkeit vor. Drogenlieferungen töten viele Menschen. Er und sein Team tragen die Verantwortung, weil Sie eine Entscheidung getroffen haben: Nämlich das Nest gänzlich auszubrennen.

Der Gerichtssaal ist neben Three Pines der zweite zentrale Ort des Geschehens.

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Fazit Three Pines

Und so ist der Roman weder ausschliesslich gemütlich und leicht, wie ein Herbsttag, sondern auch stürmisch und abwechslungsreich. Vieles ist nicht wie es scheint.

Und das Bild schlechthin ist das Dorf Three Pines: „Zufluchtsort vor den Sorgen und Grausamkeiten der Welt, mit denen er täglich zu tun hatte, der Welt jenseits des Waldes“. Es ist auf der einen Seite das Gegenteil der Grossstadt, der Zufluchtsort vor dem Bösen, dem Kartell, den Drogen. Es ist das gemütliche Cafe. Oder eben auch nicht: Kriegsschauplatz, Zentrum von Intrigen usw.. Es ist eben wie gesagt: Nichts ist wie es scheint.

Von |2019-06-16T18:16:29+02:0016. Juni 2019|Alle Beiträge, Bücher Rezension|

Über den Autor:

Dr. Hubertus Porschen ist Geschäftsführer der App-Arena GmbH. Er war zudem Vorsitzender des Verbandes der Jungen Unternehmer (Die Familienunternehmer). Des Weiteren doziert er auf Konferenzen und Tagungen zu Themen rund ums Social Web, Digitalisierung und Innovationsthemen.

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