Dr. Hubertus Porschen

| Keynote-Speaker | Gründer & Unternehmer

| Experte Digitalisierung, Social-Media & Unternehmertum

| Juror beim "Digital Champions Award" der Wirtschaftswoche

| ehem. Bundesvorsitzender des Verbands "Die Jungen Unternehmer"

Rezension: Blutiger Januar von Alan Parks

„Endlich wieder ein ordentlicher Schottenkrimi!“-denkt man sich im Anschluss bzw. während der Lektüre von Alan Parks Blutiger Januar. 1970er Jahr, ein häufig alkoholisierter Cop mit Verbindungen zur Unterwelt und jede Menge Sex, Drugs and Morde.

Ein richtiger Cop- wie er im Buche steht

Harry McCoy ist das Buch. Er ist der Ermittler mit desaströsem Privatleben. Er ist derjenige, der ein Alkoholproblem hat (die Tage im Januar, an denen er nüchtern ist, kann man an einer Hand abzählen😊). Er ist derjenige, der einen leicht trotteligen, trotzdem sympathischen Assistenten verschleisst. Harry McCoy ist so etwas wie Glasgow: Schmuddelig, und trotzdem nicht unsympathisch. Und das macht richtig Laune. Denn: Harry McCoy teilt aus- gegen Gangster aber noch viel lieber gegen die aristokratischen Unternehmer, die feinen Herren, die vielleicht doch nicht so fein sind. Harry McCoy steckt aber auch ein. Von wem? Schwierig. Aber sein Umgang ist schlecht. Zu viele Gangster. Er ist die Nervensäge. Für Vorgesetzte und auch für Bordellinhaber (seine Geliebte ist eine Prostituierte).

Ja! McCoy ist nicht käuflich, hängt aber trotzdem am Tropf des Gangsterbosses von Glasgow. Eckt an. Duckt sich. McCoy ist eben Gegensatz. Und trotzdem verdammt realistisch. Echt. Authentisch.

Die Story im Blutigen Januar…

…ist völlig egal. Der blutige Januar ist der Auftakt zu einer Serie, die sich für mich persönlich fortsetzt. Denn obwohl die Story selber schnell vergessen ist (mehrere Morde, Selbsttötungen) machen die Charaktere, die Stadt, die Atmosphäre richtig Laune. Man möchte mit Ihm um die Häuser ziehen und irgendwie ist es auch das letzte was man machen möchte. So gegensätzlich der Hauptcharakter ist, so gegensätzlich sind die Gefühle. Und das ist gut so. Wer Lust hat in die 1970er Jahre Glasgow, dirty Industriestadt mit Allem was dazugehört, einzutauchen, der ist hier goldrichtig.

 

Von |2019-02-16T12:21:40+02:0016. Februar 2019|Alle Beiträge, Bücher Rezension|

Über den Autor:

Dr. Hubertus Porschen ist Geschäftsführer der App-Arena GmbH. Er war zudem Vorsitzender des Verbandes der Jungen Unternehmer (Die Familienunternehmer). Des Weiteren doziert er auf Konferenzen und Tagungen zu Themen rund ums Social Web, Digitalisierung und Innovationsthemen.

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