Sean Duffy´s Debut mit „Der katholische Bulle“ hat mich gefangen. Die „Sirenen von Belfast“, die „verlorenen Schwestern“, „Gun Street Girl“ sowie „Rain Dogs“ erzählen die Geschichte von Sean Duffy, einem alkohol-, nikotin- und adrenalinabhängigen katholischen Polizisten im nordirischen Carrickfergus.

Kaeffchen (manchmal mit Schuss), Kippchen (manchmal Joint) und dann die Bombe unterm Auto suchen. Das war das daily Ritual von Sean Duffy bisher. Und nun?

Alles anders! Inhalator statt Kippe

Diesmal ist Sean Duffy (fast) seriös geworden. Mit seiner Lebenspartnerin hat er ein Kind (sie möchte sogar aufs Land ziehen ala Haus, Kind, Garten usw.), der Polizeiarzt verpflichtet Ihn, weniger zu trinken und zu rauchen, was er auch tatsächlich macht.

Dann kommt alles anders. Ein Drogendealer wird mit einem Pfeil im Rücken erschossen aufgefunden. Die Mutter von Seans Kind macht Stress und zieht zu den Eltern zurück, die interne Ermittlung legt los und möchte, dass der Fall ad acta gelegt wird. Aber trotz zunehmender Seriosität in Sean Duffys Leben ist das Angepasstsein sicherlich nicht seine Stärke. Also los geht’s: Zwischen IRA Killerkommandos und dirty Cops findet sich Sean irgendwann im Wald mit Schaufel wieder, wo er sein eigenen Grab schaufeln soll…

Vorsicht: Ganz großes Kino!

Die Charaktere (Über Duffy müssen wir gar nicht reden 😊) der Teampartner, McCrabban und Lawson sind hervorragend in Szene gesetzt: Lustig, Tiefgründig, irgendwie berührend. Die Vorgesetzten, die Nachbarn, selbst die IRA-Killer sind auf Ihre Weise sympathisch. Aber das Beste: Der Erzählstil von Adrian Mc Kintey: Manchmal wie ein Maschinengewehr, manchmal wie ein Popsong, ein Gedicht- das hängt immer von der jeweiligen Situation ab. Das rockt und macht Spass und ist im Krimi-/Thrillerbereich das Beste was derzeit auf dem Markt ist. Wer das nicht liest, ist selber schuld.

 

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