Digitalisierung der Lebenswelten – Diözese Stuttgart-Rottenburg

Das die Digitalisierung nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine soziale, kulturelle und damit gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, ist nichts Neues. Dementsprechend gilt es auch für Institutionen wie die katholische Kirche, sich auf diesen Wandel, diese Transformation einzustellen. Ein wesentlicher Faktor dabei sind die Auswirkungen auf den Menschen. Diese stehen bei dem vorliegen Digitalisierungs-Vortrag/Digitalisierungs-Keynote im Zentrum der Ausführungen. Neben der verstärkten Erläuterung des „Warum die Digitalisierung einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft hat“ (Siehe hierzu auch Plattformökonomie) wurden vor allem folgende Fragen thematisiert:

Digitalisierung und Arbeitswelten

Die Frage ist ob, ökonomische Gesetze noch weiter Bestand haben. Technischer Fortschritt führt zu mehr Beschäftigung. Ist das noch wirklich so? Sieht es nicht eher so aus: Maschinen arbeiten günstiger als Menschen. Maschinen kosten keine Sozialversicherung und sind effizienter. Künstliche Intelligenz beschleunigt diesen Prozess. Bedeutet das nicht? Digitalisierung kostet Arbeitsplätze. Arbeitsplatzwegfall muss aber nicht unbedingt schlimm sein. Das kann auch bedeuten: Die Menschen werden mehr Zeit haben. Arbeit muss sinnhafter sein. Und es wird mehr Freizeit geben. Was machen wir damit?

Selbststeuerung und Freiheit

Menschen haben ganz andere Antriebe und Bedürfnisse. Die digitalen Nomaden sind ein Beispiel hierfür. Nicht nur der technische Fortschritt führt zu mehr Freizeit und einer anderen Interpretation von Work-/Life Balance sondern auch die geänderte Antriebe und Bedürfnisse der Menschen. Selbststeuerung und Freiheit sowie Selbstverwirklichung sind wichtige Auspräungen.

Politische Ebene

Was bedeutet die Digitalisierung für die Politik? Welche Fragen tun sich auf? Fakt ist: Bindung an die Parteien wird nachlassen. Die Rufe nach direkter Demokratie werden immer lauter. Die Politik liefert keine Antworten. Sie hat die digitale Ebene noch nicht erreicht, geschweige denn in seiner Ganzheit verstanden, was die Digitalisierung in unserer Welt verändert.

Bildungsebene

Föderalismus muss aufhören. Wir brauchen eine Bildungsrevolution! Eine Hinzunahme von Fächern wie Wirtschaft, Informatik oder Digitalisierung ist absolut unzureichend. Siehe hierzu auch: die weltbeste Bildung! Natürlich gehen die Fragestellungen hinsichtlich der digitalen Transformation wesentlich weiter. Aber mit der Diskussion oben genannten Punkte kann die Relevanz deutlich geschärft werden.

Weiteres zu Vortrag Digitalisierung!

Von | 2018-07-30T15:49:55+02:00 2. Januar 2018|Alle Beiträge, Vortrag|

Über den Autor:

Dr. Hubertus Porschen ist Geschäftsführer der App-Arena GmbH. Er war zudem Vorsitzender des Verbandes der Jungen Unternehmer (Die Familienunternehmer). Des Weiteren doziert er auf Konferenzen und Tagungen zu Themen rund ums Social Web, Digitalisierung und Innovationsthemen.

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