Auf der Beerdigung des Mannes von Agnes sehen Sie sich wieder. Agnes und Henny. Jugendfreundinnen, Studienfreundinnen und dann: aus den Augen geraten. Nun schreiben Sie sich Briefe. Mit gefährlichem Inhalt: Henny zählt auf die Mithilfe von Agnes bei der Ermordung Ihres Mannes. Wann und wie und warum das geschehen soll, klären die beiden in jeweils 10 Briefen, die den Hauptteil des Buches abbilden.

Die Beziehung der beiden zueinander ist schon immer eine Besonderes gewesen: Jede für sich sehr stark, manchmal helfend und aufbauend, immer etwas konkurrierend und abwartend. Umgeben sind beide von einer grundsätzlichen Nicht-Offenheit, die sich in einem Nicht-Vergessen manifestiert.

Mit Briefen und Retrospektiven

Der Roman spielt sich grundsätzlich auf 2 Ebenen ab: Einerseits in Echtzeit durch einen Briefwechsel (in einem anderen Roman nutzt Hakan Nesser mit der E-Mail ein ähnliches Stilmittel- siehe auch: ) der beiden Freundinnen und andererseits in Retrospektiven, in denen peu a peu ein Einblick in die Freundschaft bzw. Beziehung der beiden gegeben wird.

Und hierin in Hakan Nesser ein absoluter Meister. Anhand kleiner Episoden aus der Jugend und dem Studium gibt er einen immer tieferen Eindruck in die Psyche der beiden Hauptprotagonistinnen.

So führt er den Leser durch ein intelligentes Zusammenspiel aus Gegenwart und Vergangenheit bewusst und zum mit Spannung erwarteten Finale, welches dann auch prompt eine Überraschung liefert.

Der Roman lässt sich mit seinen 160 Seiten und der Spannungskurve sehr schnell und bequem lesen. Wer Nesser mag, wird diesen Roman lieben. Unbedingte Leseempfehlung.

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