Inspektor Barbarotti und seine Kollegin Eva Backmann sind beide privat am Ende. Während Backmann eine Scheidung hinter sich hat, ist Inspektor Barbarotti tief getroffen vom Tod seiner Frau.

Nun gilt es, Zerstreuung zu suchen. Zerstreuung durch Arbeit. Zerstreuung durch eine uralten Fall: Ellen Bjarnebo ist damals verurteilt worden für den Mord an ihrem damaligen Ehemann. Dafür verurteilt verschwindet später ihr zweiter Mann. Der Fall wird nie aufgeklärt. Stehen die zwei Fälle in einem Zusammenhang oder handelt es sich um einen Zufall?

Vom Hinfallen und Aufstehen

Barbarotti ist tief getroffen. Seine Frau ist tot. Er kommuniziert ständig mit Ihr: Im Traum, beim Psychater und auch in ständigen Gedanken. Sein Selbstbewusstsein ist dahin. Und trotzdem bleibt er am Ball. Fragt nach. Schritt für Schritt. Ein Zeuge nach dem nächsten. Es ist fast hoffnungslos. Eins sei vorweggenommen: Am Ende gelangt er dann doch zu einer Lösung! Mit der hätte der Leser nicht gerechnet.

Schwere Kost- auch für Nesser-Fans

Hakan Nesser gilt sowieso bereits als der Philosoph unter den Krimiautoren.

Diesmal treibt er es allerdings nicht nur auf die Spitze sondern verlangsamt das Tempo enorm. Hakan Nesser ist schon immer ein Meister darin gewesen, die kleinen Dinge groß und ausführlich zu beschreiben. Er schafft auch in „Am Abend des Mordes“ eine unglaublich dichte Atmosphäre. Die Story wird dem Leser häppchenweise serviert. Stück für Stück versetzt man sich in die Rolle der Hauptpersonen.

Was ist Recht?

Grundsätzlich stellt Barbarotti die Frage, was Recht ist und was nicht! Er setzt dabei eigene Gerechtigkeitsmaßstäbe. Die nachvollziehbar sind- nicht aber zwangsläufig richtig und vertretbar.

Weitere Bücher von Hakan Nesser:

Strafe

Picadilly Circus

Lebenden und Toten von Winsford

 

 

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