Germanys Next Bundeskanzler: Wie sind wir darauf gekommen?

Die demografische Entwicklung in unserem Land ist bekannt. Die Auswirkungen auf unsere Demokratie sind jedoch den wenigsten klar. Wir steuern auf eine Demokratie der Alten zu! Die zahlenmäßig stärkste und bei der Wahlbeteiligung aktivste Bevölkerungsgruppe sind Rentnerinnen und Rentner oder die, die es bald werden. Mittlerweile sind 56 Prozent der Wähler über 50, bald über 60. Auch ihre Wahlbeteiligung ist stark: fast 80 Prozent. Deutlich stärker als beispielsweise die der 21 bis 30-Jährigen, die eine Wahlbeteiligung von etwa 60 Prozent vorweisen. Diese Politikverdrossenheit hat Konsequenzen. So wurde dem Brexit auch aufgrund der geringen Wahlbeteiligung der Jugendlichen zugestimmt. Auch Erdogans Präsidialsystem stimmten in großer Zahl die Alten zu. Die großen Entscheidungen Treffen Menschen über 50. Ich bin besorgt, dass bald nur noch Politik für diese Altersgruppe gemacht wird und die jungen Menschen überhaupt keine Relevanz mehr im politischen Geschehen spielen werden. Um das zu ändern startet der Verband DIE JUNGEN UNTERNEHMER im Wahljahr 2017 eine Kampagne um die Jugend zu mobilisieren: „Germany‘s next Bundeskanzler/in“. Sie soll in der Politik nicht länger außen vor sein und sich wieder einmischen.

Was wollen wir erreichen?

Die Stimme der Jungen bleibt im Wahlkampf oft ungehört. Die Agenda der Parteien ist gespickt mit Rentengeschenken auf Kosten der nächsten Generationen: abschlagsfreie Rente mit 63 oder Mütterrente sind nur einige Beispiele. Progressive und zukunftsweisende Impulse sucht man vergebens. So kann das nicht weiter gehen. Die Politik muss begreifen, dass es sich lohnt, die Jugend im Blick zu haben. Wir wollen mehr Relevanz für die Agenda der Jugend. Das erreichen wir nur, wenn die Jugend ihr Wahlrecht aktiv bei der Bundestagswahl im September nutzt und eindimensionale Politik zugunsten bestimmter Altersgruppen abstraft und generationengerechte Politik belohnt. Wir wollen daher die Wahlbeteiligung der jungen Wähler erhöhen.

Wie wollen wir das erreichen?

Ein GNBK-Roadtrip tourte durch 10 Uni-Städte. Hier wurden Kandidaten auf der Straße gecastet. In Berlin haben wir zum Start der Kampagne eine Guerilla-Aktion durchgeführt und das Kanzleramt mit einem überdimensionalen Projektor angestrahlt. Auf den Social-Media-Kanälen unterstützten Prominente aus der Politik, dem Entertainment-Bereich und aus der Wirtschaft die Kampagne.

Was sind unsere Forderungen?

Aus meiner Sicht ist es höchste Zeit, beim Thema Rente weniger über den 60-jährigen Facharbeiter und mehr über die 21-jährige Berufsanfängerin zu reden. Denn sie sind es, die das künftige Rentensystem stützen und bei der eigenen Altersvorsorge größten Herausforderungen gegenüberstehen. Deshalb halte ich es für absolut notwendig, „Generationengerechtigkeit“ ins Grundgesetz aufzunehmen, eine „Lohnnebenkostenbremse“ einzuführen und das gesetzliche Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Es wäre sogar zu überlegen, angesichts der demografischen Entwicklung in unserem Land, der jungen Generation bei Wahlen zwei statt einer Stimme einzuräumen, um die nummerische Unterlegenheit gegenüber der älteren Generation auszugleichen. Ein radikaler aber notwendiger Ansatz, sollte die Verteilung der Wahlgeschenke so einseitig bleiben. Zunächst einmal geht es aber darum, überhaupt die junge Generation zum Wählen zu motivieren und ihr politisches Selbstbewusstsein zu stärken. Hierbei gibt es gegenüber den Älteren viel aufzuholen.

Mit unserer Kampagne „Germany’s next Bundeskanzler/in“ möchten wir zeigen, dass sich politisches Engagement für die junge Generation auszahlt.

 

Hinterlasse eine Nachricht

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>