Fragen Sie einen Marketingberater, so wird er sagen, dass Marketing Chefsache ist. Fragen Sie einen IT Berater, danach was Chefaufgabe ist, so wird er Ihnen sagen: „IT ist Chefsache“. Ich möchte im Folgenden drei Gründe nennen, warum das Thema Digitalisierung in der Geschäftsführung aufgehangen werden muss.

Das was wir landläufig unter Digitalisierung verstehen, sind gravierende Änderungen die jedes, ja JEDES, Unternehmen betreffen. Neue Technologien, gesamtgesellschaftliche Änderungen und veränderte Bedürfnisse und Antriebe der Kunden zwingen jedes Unternehmen dazu, zu transformieren.

„Daten sind das neue Öl!“ Ich sage: digitale Kultur und digitales Know-How ist das neue Öl.

Digitalisierung bedeutet einen Wandel in der Führung

Next-Generation-Leadership oder Digital Leadership sind Buzzwords, die für eine neue Form der Unternehmensführung stehen. Eine veränderte Führung ist dringend notwendig. Betrachtet man unterschiedliche Aspekte der Digitalisierung so stellt der Aspekt der Wandel der Führung die Basis dar. Prozesse, Marketing oder Organisation können sich gar nicht ändern, wenn sich nicht der Führungsstil ändert. Zum Beispiel in: Interdisziplinär, agil und kundenzentriert.

Bei unseren Projekten stellen wir immer wieder fest, dass die Bereitschaft zum Wandel/Zur Anpassung nur von der Spitze kommen kann. Gehen Vorstand/Geschäftsführung nicht mit bzw. voraus, ist das „Projekt Digitalisierung“ zum Scheitern verurteilt.

Nur wenn in der Spitze ein mindchange stattfindet, können sich Unternehmen und Geschäftsmodelle erfolgreich transformieren.

Digitalisierung beinhaltet prozessuale und organisatorische Änderungen

Digitalisierung beinhaltet immer tiefgreifende prozessuale und organisatorische Änderungen. Beispiel aus dem Marketing/Vertrieb: Unternehmen generiert online Kontakte! Wer bearbeitet die Kontakte? Werden diese in einem CRM System gespeichert? Gibt es noch kein CRM-System muss dieses implementiert- aufgesetzt werden. Hat das Unternehmen ein ERP System? Wie ändern sich Marketing und Vertrieb generell? Gibt es noch einen Unterschied? Mit bestehenden Ressourcen und Fähigkeiten ist es unmöglich die Touchpoints der Kunden zu erreichen.

Organisatorisch betrachtet, müssen Unternehmen andere (Produkt-) Entwicklungsprozesse etablieren. Agile Organisationsformen- das bedeutet u.a. projektbasiertes Arbeiten in interdisziplinären Teams, das bedeutet gänzlich neue Methoden wie Design Thinking oder SCRUM. Unternehmen haben die Kenntnisse nicht- daher müssen Sie diese entwickeln. Mit Personal. Mit Trainings. Tiefgreifende Änderungen der Organisationsformen funktionieren nur mit 100% Rückendeckung aus der Chefetage!

Digitalisierung bedeutet Geschäftsmodellanpassung

Das Produkt ist das Geschäftsmodell- das ist eine Weisheit- nicht erst seit es Lean-Start-Up Prinzipien gibt. Produkte ändern sich durch die Möglichkeiten der Digitalisierung in einem rasanten Tempo. Das macht sich in der Finanzbranche bspw. sehr stark bemerkbar (Nebenbei gesagt: Online- und Offline stellen kein „entweder-oder“ dar, sondern gehen einher. Es geht um eine verzahnte Anwendung. Stichwort ROPO-Effekt). In anderen Branchen dauern die Anpassungs- bzw. Disruptionsprozesse länger. Eine Anpassung des Produktes bedeutet aber immer auch eine Anpassung des Geschäftsmodells. Nur so kann die Kundennähe als der zentrale Asset weiter gestärkt werden!

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