Hades ist der erste Teil der Trilogie von Candice Fox (es folgen Eden und Fall). Während des gesamten Buches laufen zwei Handlungsstränge parallel.

  • Erster Handlungsstrang: Hades ist ein Gangster und Unternehmer, der auf seiner Müllkippe in Sydney ungebetenen „Dreck“ entsorgt. Irgendwann kommen zwei Zwillinge (Eden und Eric) zu Ihm die er „entsorgen“ soll. Anstatt dessen entledigt er sich seiner Auftraggeber und zieht die beiden nach seinen Regeln auf, mit dem Ziel irgendwann einmal die Polizei von Sydney zu bereichern (was dann auch passiert).
  • Zweiter Handlungsstrang: 20 Jahre später wird aus der „Ich-Perspektive“ von Detective Frank Bennett gesprochen. Er ermittelt mit den beiden Geschwistern gegen einen Serienkiller, der seinen Opfern Organe entnimmt. Seine medizinischen Kenntnisse setzt er ein, diese anderen Menschen einzupflanzen. Dabei gilt es nicht nur der offiziellen Story zu folgen sondern auch der Privatfehde von Eden und Eric.

Der Plot ist sicherlich vorhersehbar trotzdem in der Tiefe immer wieder überraschend. Die Charaktere wirken eher geheimnisvoll- negativ ausgedrückt könnte man sagen, dass diese oberflächlich sind. Eden und Eric, die eigentlich die Hauptpersonen darstellen sollen, bleiben eher schwammig beschrieben.

Der ganze Roman wird allerdings von Gegensätzen – und das bewusst – durchzogen. Gut gegen Böse- Licht gegen Schatten. Wer gehört auf welche Seite? Was ist moralisch und was unmoralisch. Kann man das Böse nur mit Bösem bekämpfen?

Wie viele andere Krimi-Reihen aus dem Suhrkamp Verlag (Adrian McKintey Reihe, Don Winslow und auch William Shaw) ist der Krimi empfehlenswert, wenn er auch aufgrund verschiedener Widersprüche nicht sein Potential entfaltet.

 

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