Begrüssung und Danksagung!

„Auch mir ist der gelungene Start von Martin Schulz aufgefallen! Und mir ist auch aufgefallen, dass er in jeder Rede über Gerechtigkeit spricht.
Den Wunsch nach mehr Gerechtigkeit teilen wir, die Jungen Unternehmer, uneingeschränkt.

Wer Gerechtigkeit will muss Verantwortung übernehmen

Und wir sagen: Wer Gerechtigkeit will, muss auch Verantwortung übernehmen. Und Lösungen anbieten. Es genügt nicht, wie Donald Trump oder wie die AfD Missstände anzuprangern. Man muss auch genau erforschen, wo die Ursachen dafür liegen. Und diese beheben. Differenzierung ist hier das Stichwort. Kein Schwarz weiss. Einfache Lösungen gibt es selten. Nicht mehr oder weniger – sondern wo genau mehr oder weniger – das ist die entscheidende Frage.

Bei den Reden von Herrn Schulz fällt mir auf, dass er viel über die horizontale Gerechtigkeit spricht. Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern. Gerechtigkeit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
Wir brauchen aber auch eine andere, eine vertikale Gerechtigkeit. Wir brauchen eine Gerechtigkeit zwischen den Generationen.
Eine Generationengerechtigkeit.
Lieber Lutz (Lutz Goebel, Präsident der Familienunternehmer, der die vorherige Rede gehalten hat), Du hast in Deiner Rede klar gemacht, welche Stellschrauben gedreht werden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas zu erhalten.
In der Tat: Wir brauchen eine starke Wirtschaft.
Aber für wen brauchen wir die?
Es gibt vieles, was den Menschen vom Tier unterscheidet. Und einer der ganz wichtigen Punkte ist, dass wir etwas Bleibendes schaffen wollen für unsere Nachwelt. Wir wollen uns nicht darwinistisch durch die Gegenwart fressen, nach dem Motto „Nach uns die Sintflut“. Sondern wir wollen unseren Planeten in einem besseren Zustand hinterlassen, als wir ihn vorgefunden haben. Für die, die uns nachfolgen. Für unsere Kinder und deren Kinder.
Und wir müssen unsere Kinder dazu befähigen, eines Tages den Staffelstab von uns zu übernehmen. Wir sind unseren Kindern nichts weniger schuldig, als eine hervorragende Ausbildung. Und damit können wir nicht früh genug anfangen.

Ist das föderale Bildungssystem noch zeitgemäß?

Dabei muss auch die Frage erlaubt sein, ob ein föderales System noch zeitgemäß ist. Unsere Wirtschaft steht im globalen Wettbewerb. Darauf müssen wir unsere Kinder vorbereiten. Mit einem einheitlichen System, das den neu erwachsenen Anforderungen gerecht wird. Wir müssen frühzeitig damit anfangen, sonst gelangen wir ins Hintertreffen.
Was aber sind die Punkte, die wir verändern sollten?
Es werden nicht alle Kinder Akademiker. Müssen sie auch nicht!
Aber alle Kinder müssen befähigt werden, einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten
Investitionen in die frühkindliche Bildung können nicht durch öffentliche Mittel in der Hochschulfinanzierung ersetzt werden.
Eine hervorragende Ausbildung muss losgelöst vom Portemonnaie der Eltern möglich sein. Nur so entsteht echte Chancengerechtigkeit.
„Chancengerechtigkeit“ bedeutet nicht, dass jeder sein Studium bezahlt bekommt, sondern, dass jedes Kind in die Lage versetzt wird, die bestmögliche Ausbildung für sich anzustreben.

Erste Forderung: vollständige Finanzierung der frühkindlichen Bildung aus Steuern.

Die Herstellung der Startchancengerechtigkeit ist auch aus liberaler Sicht eine staatliche Aufgabe. Es darf keine Frage der Herkunft sein, welche Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung sich einem Individuum bieten. Gleichzeitig ist auch in der frühkindlichen Bildung bereits eine Umverteilungskomponente über das Steuersystem, aus welchem bereits ein Großteil der Finanzierung gestemmt wird, gegeben. Eine zweite Komponente der Umverteilung über Gebühren und Beiträge ist eine Bestrafung der Mitte der Gesellschaft.
Zweiter positiver Effekt neben Startchancengerechtigkeit: faktische Gleichberechtigung für Mütter!
Ausreichende Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder ermöglichen auch Müttern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Hohe Kita-Gebühren halten Frauen vom Arbeitsmarkt fern. Die Folgen:

  • geringere Haushaltseinkommen
  • gebrochene Erwerbsbiografien
  • mangelnde Gleichberechtigung
  • geringere Renten
  • Abhängigkeit der Frau vom Mann.

Zweite Forderung: Wettbewerb im Bildungssystem

Die Eltern erhalten für die Kitabetreuung einen Gutschein und können diesen dann in der Betreuungseinrichtung ihrer Wahl einlösen. So können sie Leistungen und innovative Lösungen honorieren.
Dafür bedarf es eines weiteren Kitaausbau, um genügend Kapazitäten zu schaffen.
Die Kindertagesstätten müssten Entscheidungen, wie sie die Betreuung und Bildung sicherstellen, eigenverantwortlich auf die beste Art und Weise treffen können.
Dabei können selbstverständlich gewisse Rahmenbedingungen von Seiten der Gesetzgeber aufgestellt werden.
Jedoch sollten keine Unterschiede zwischen Kindertageseinrichtungen verschiedener Träger gemacht werden.
Es ist in der Bildung, wie überall auf der Welt: Wettbewerb steigert die Qualität!
So entsteht nachhaltig eine gerechtere Gesellschaft!

Und wenn wir über die frühkindliche Bildung hinausgehen, dann möchte ich es mir nicht nehmen lassen auf ein weiteres Lieblingsthema von mir zu verweisen:

Dritte Forderung: Reform der Schul- und Hochschulbildung.

Ich möchte Ihnen eines in aller Deutlichkeit sagen: So nicht. In den jetzigen Schulformen werden weder wirtschaftliche, noch unternehmerische noch wertschöpfende Kompetenzen ausreichend berücksichtigt.

Ich bin der Überzeugung, dass wir eine grundlegende Neuausrichtung des Geschäftsmodells Bildung benötigen. Das fängt bei den Lehrenden an, die oftmals selbst keinen Computer bedienen können, geht über die Inhalte hin bis zur Rolle des Staates. Fangen wir endlich an die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen anstatt über mögliche negative Auswirkungen Angst in der Mitte der Gesellschaft zu schüren.

Wir brauchen neue, frische, innovative Ideen, Konzepte und Strategien um den Wirtschaftsstandort Deutschland auch nachhaltig wettbewerbsfähig zu lassen.

Packen wir´s an!

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