Eric Berg heisst eigentlich Eric Waltz und ist ein deutscher Schriftsteller, der eher für das Verfassen historischer Romane bekannt ist.

In „Das Nebelhaus“ geht es um die Blutnacht von Hiddensee.

Zum zweiten Jahrestag dieser tragischen Nacht soll die Journalistin Doro Kagel hierzu einen Bericht schreiben. Dabei gräbt Sie immer tiefer im Schmutz eines Wochenendes. Bei Ihren Recherchen stösst Sie nach und nach auf mehr oder weniger direkt Beteiligte.

Die mutmassliche Täterin liegt im Koma und kann bei der Aufklärung nicht helfen. Sie ist überhaupt auch sehr einfach beschrieben. Eine Psychopathin, die mit Ihrem Leben nicht klarkommt und die Realität verdrängt. Sorry, aber das ist zu einfach und plump.

Also werden nach und nach die restlichen Teilnehmer des Wochenendes (der tolle Timo, die stets alkoholisierte Ven, die verrückte Yasmin, der Karriere-Gastgeber/Stararchitekt und schliesslich der Sohn der Haushälterin sowie sie selber und deren Mann) aufgesucht, befragt und beleuchtet, wobei sich von vornherein herauskristallisiert, dass die kambodgianische Familie und deren Historie stärker in die Tat involviert ist als gedacht.

Das Geheimnis der Garage ist ein Sinnbild, welches sich durch die ganze Story zieht, aber trotzdem schwammig bleibt. Hier hätte der Autor gut ansetzen können und etwas in die Geschichte gehen können.

Die durchweg schwachen Charaktere des Buches sind schon auffällig. Sie sind durchschaubar und wenig tiefgründig. Ist man skandinavische Krimiautoren gewohnt, fragt man sich stets, wann der Roman denn nun richtig Fahrt aufnimmt. Leider verweilt er im Schrittempo. Vielleicht wäre Berg lieber Waltz geblieben und hätte einen historischen Roman über die Greueltaten der Roten Khmer draus gemacht!

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