Ein letzter Job von Adrian McKintey

Adrian McKintey ist im vergangenen Jahr zu einem meiner Lieblingsautoren geworden. Allerdings nicht weil seine Bücher so gut oder so spannend sind sondern weil seine Charaktere so wunderbar sind.

Nicht alles ist wie es schient

Die Story an und für sich ist wie so oft bei Adrian McKintey nichts Weltbewegendes: Milliardär engagiert Killer, der Ex-Frau aufspüren und die gemeinsamen Kinder zurückbringen soll. Nach einem kurzen Vorstellungsgespräch in Hongkong startet der Hauptprotagonist Kilian mit der Suche. Diese gestaltet sich – in Ihrer Sache-  allerdings nicht als allzu komplex sondern wird eher durch zusätzliche Umstände erschwert. Diese sind: ein tschetschenischer Killer, ein Laptop mit einem Video sowie ein ganze Reihe falscher Freunde.

Kilian- der sympathische, in die Jahre gekommen Killer

Kilian ist ein typischer Adrian McKintey Charakter. Das bedeutet, er ist angenehm normal. Normal ist vielleicht das falsche Wort, da er immerhin irgendetwas zwischen Kleinkriminellem und Killer ist.  Aber er ist zumindest nicht „der perfekte Killer“. Er hat Herz und Verstand und vor allem ein ganze Reihe von Fehlern. Sein Gegenspieler, der Sergeant, ist da schon ein anderes Kaliber: Eiskalt, Profi, Killermaschine. Kilian ist vor allem Pavee, was so viel bedeutet, wie irischer Reisender. Im Roman wird er abfällig als Zigeuner beschimpft. Kilian selber sieht sich und seine Gruppe eher als Ureinwohner Irland. Die Pavee haben Ihre eigene Sprache- Shelta genannt, die eine Mischung aus gälischer, englischer Sprache und Romani darstellt.

Typisch MyKintey

Wie immer in Adrian MyKintey´s Romanen, sind diese durchtränkt von irischer Geschichte, von patriotischen Exkursen (Auf der ersten Seiten im zweiten Abschnitt „Die ganze Szene, Bruder ist im Besten Sinne Persiflage. Aber wenn wir schon einmal beim Thema Shamrock sind, was hat es hier mit den vier Blättern auf sich?…Der heilige Patrick will, dass Sie nur einem Gott huldigen, also benutzt er das Shamrock, um die Dreifaltigkeit zu symbolisieren: Vater, Sohn und heiliger Geist. Dreifaltigkeit. Drei Blätter.“) und einer subjektiv gefühlten mit fortschreitender Dauer abnehmenden Qualität.

Von | 2018-05-31T17:32:43+02:00 16. Mai 2016|Bücher Rezension|

Über den Autor:

Dr. Hubertus Porschen ist Geschäftsführer der App-Arena GmbH. Er war zudem Vorsitzender des Verbandes der Jungen Unternehmer (Die Familienunternehmer). Des Weiteren doziert er auf Konferenzen und Tagungen zu Themen rund ums Social Web, Digitalisierung und Innovationsthemen.

Ein Kommentar

  1. […] Adrian McKintey, Ein letzter Job: Spin Off aus den typischen McKintey Reihen. Spannend und empfehlenswert. […]

Hinterlassen Sie einen Kommentar