Über Digitalisierung sprechen wir schon seit mehreren Jahrzehnten. Immer wieder setzten sich neue Techniken durch, veränderten unseren Alltag und wirbelten ganze Branchen durcheinander.
Man denke zurück an die Einführung der Textverarbeitung, Desktop Publishing und der E-Mail – aber auch von Electronic Beats und Digital Games. Dann die Verbreitung des Internets und die Digitalisierung der Medien: Text, Bild, Ton, Bewegtbild bis hin zur Live- Übertragung.
Exemplarisch die Entwicklung in der Musikindustrie: vom Vinyl zur CD zum Streaming. Analoge Techniken blieben ein Liebhaberbereich, lediglich das Buch scheint kulturell so tief verankert, dass es seine Stellung bislang hält.

Vom Cyberspace zum digitalen Wandel

Über das Internet sprach man immer wieder unter anderen Vorzeichen: Der abenteuerliche Cyberspace, die spekulative New Economy, das partizipative Web 2.0.
Social Media revolutionierte die öffentliche Kommunikation und brachte Plattformen in den Vordergrund, die die Infrastruktur für Publikation, Interaktion und Koordination bieten. Jetzt hatte jeder ohne grösseren Aufwand die Möglichkeit an öffentlicher Kommunikation teilzunehmen – im Idealfall auf Augenhöhe zwischen allen Beteiligten.
Marketing und Unternehmenskommunikation nutzen die Strukturen, finanziert werden sie durch Werbung und letztendlich mit den Daten der Nutzer (Hier geht es zu einem Beitrag zur Sharing Economy).

Innerhalb weniger Jahre setzte sich mit dem SmartPhone das mobile Netz durch. Das Internet wanderte sozusagen vom Schreibtisch in die Hände, wurde spontaner und allgegenwärtig. Es wurde weltweit zum nahezu unverzichtbaren Werkzeug, das den – weitgehend – permanenten Zugang zum Netz und seinen Ressourcen sichert. In manchen Ländern wurde die Ära des PC übersprungen. Anfangs ein Statussymbol wurde es zur privaten Medienzentrale für jedermann – und dient auch Flüchtlingen als Navigator.

Digitale Transformation und digitaler Wandel

Seit einiger Zeit sprechen wir von Digitaler Transformation bzw. Digitalem
Wandel. Warum jetzt? Die Digitalisierung hat nun eine Stufe erreicht, an der die digitalen Inseln zusammengewachsen sind. Das Netz ist zentraler Marktplatz und Medienverteiler. Fortwährend fließen Datenmengen hinzu: aus der Online-Kommunikation, aus Aufzeichnungssystemen (Verbindungsdaten, GPS, Sensoren, Kameras etc.) – das, was man als BigData bezeichnet. Digitalisierung betrifft nicht mehr nur einzelne Branchen, sondern erfasst Wirtschaft und Gesellschaft als Ganzes. Es sind nicht allein die technischen Neuerungen selber, mehr noch die unterschiedlichen Arten der Nutzung, die den Wandel antreiben.

Was unterscheidet Digitale Transformation und Digitalen Wandel?

Digitale Transformation bezeichnet Veränderungsprozesse auf der Ebene von Unternehmen und Organisationen: „den zielgerichteten Einsatz digitaler Technologien, um die eigenen Wertschöpfungsprozesse unter Einsatz von digitalen Technologien neu- oder umzugestalten“ (Kreuzer & Land 2015).

Digitaler Wandel bedeutet hingegen den gesamten gesellschaftlichen Prozeß, der mit der Digitalisierung einhergeht. Die neuen Möglichkeiten werden genutzt. Organisationsstrukturen verändern sich, neue Formen von Organisationen entstehen.
Das erfordert neben den ökonomischen v.a. soziologische Erklärungsmodelle. Der amerikanische Soziologe Rainie spricht von einem “Neuen Sozialen Betriebssystem“, das auf einem „vernetzten Individualismus“ beruht. (Zur Definition des Begriffes der Digitalisierungsstrategie)

Digitale Technik vereinfacht vieles, erspart zahlreiche Arbeitsschritte. Produktion verändert sich, es entstehen neue Dienstleistungen.
Letztlich geht es z.B. nicht um neue Techniken wie selbstfahrende Autos. Sondern um Angebote und Nachfrage in den großen Systemen wie Mobilität, Bildung (Siehe auch:Der Einfluss der Digitalisierung auf Bildung und unser Lernen), Gesundheit, Arbeit, aber auch Spaß und Unterhaltung.

Hier ein Beitrag zum See-Think-Do Modell von Google

Ein Kommentar

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